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Seit 2007 präsentieren sich beim Woody Guthrie Festival in Münster Liedermacher, Bands und Chöre, die sich der Linken, den Gewerkschaften und dem Antifaschismus zugehörig fühlen, die Solidarität mit Migranten üben und an ihren Aktionen aktiv teilnehmen. Wir laden auch in diesem Jahr wieder dazu ein – zum Zuhören und Mitmachen!
Woody Guthrie (1912 – 1967) war der bekannteste und einflussreichste Songwriter der USA. Sein Stil hat die Songkultur nachhaltig geprägt. Er war Antifaschist, gewerkschaftlich aktiv und der politischen Linken zugewandt. Er hat unzählige Lieder insbesondere über die Lage, die Nöte und die Hoffnungen der Migranten geschrieben.
Im Jahr 2017 setzt das Festival einen neuen Akzent auf die Verbindung von Musik und Satire sowie von Musik und Literatur, Formen, die abseits der traditionellen Chor- oder Folkmusik stehen. Mit einem Programm über Wladimir Majakowski wird an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution erinnert. – Selbstverständlich gibt es aber auch wieder einen Offenen Singe-Treff, bei dem alle mitmachen können, die gern singen. Und die Beschäftigung mit migrantischer Musik wird fortgesetzt durch eine öffentliche Planungskonferenz für eine Reihe „Musik der Völker“ im Laufe des Jahres 2018.


Freitag, 10.11.2017, 20 Uhr, Bennohaus

Thomas Ebermann / Kristof Schreuf: DER FIRMENHYMNENHANDEL

Ein analytisch-satirischer Abend mit guter – und schlechter – Musik, zur Erforschung eines Phänomens, das Schlüsse auf die Verrücktheit des Ganzen erlaubt.

In den vergangenen Jahren haben sich einige Tausend Unternehmen eine Firmenhymne zugelegt. Sie versprechen sich davon, dass die Motivationder Belegschaft steige und der Krankenstand sinke. Die Fernsehberichte, die infantile Belegschaften beim Singen ihrer Hymne zeigen, lassen uns in scheinbar glückliche Gesichter blicken. Aber vielleicht sind sie ja gar nicht so freiwillig angetreten.

Thomas Ebermann reflektiert diese Zusammenhänge; Kristof Schreuf fällt ihm musikalisch ins Wort, bebildert und widerspricht. Auf der Leinwand: Firmenhymnen wortgetreu, aber teilweise mit verführerisch guter Musik unterlegt.

VVK/ermäßigt: 8 Euro / AK: 10 Euro


Samstag, 11.11.2017, 20 Uhr, Bennohaus

„100 Jahre Oktoberrevolution“
ewo2 – Bernd Köhler / Claus Boesser-Ferrari: HOWDO YOUDO MR. M@JAKOWSKI

Wladimir Majakowski : der futuristische Feuerkopf und große revolutionäre Wortbildner der 1920er Jahre, der sich mit seiner Kunst konsequent auf die Seite der russischen Revolution stellte, ohne aber je völlig darin unterzugehen.

Bernd Köhler, einer der bekanntesten linken Liedermacher Deutschlands, und Claus Boesser-Ferrari , renommierter Gitarrenvirtuose, präsentieren eine rasante Collage aus Texten Majakowskis und musikalischen Kommentaren dazu.

Er nahm das Wort und brach's. / Bis zu den Zähnen bewaffnet mit Ideen / stach er ins Wespennest / aus Dummheit, Gewohnheit, Arroganz. / Und hatte keine Scheu, die Stirnlampe ein-, / beziehungsweise, auszuschalten. / Wir begrüßen Sie zu einem außerordentlichen Spektakel. / Sie haben sich aufgerafft, dem schönen Fernsehabend Adieu gesagt. / Nun hat sich's ausgegafft. / Hier spricht die „Intensivstation Wladimir Majakowski”!

VVK/ermäßigt: 8 Euro / AK: 10 Euro



Sonntag, 12.11.2017, 16 Uhr, Bennohaus

SING OUT!
Offener Singe-Treff mit demokratischen Liedern, Friedensliedern, Arbeiterliedern

Anlage aus, Stimme an: Beim offenen Singe-Treff singt ihr selbst. Denn Singen kann jede/r, es macht Spaß und gibt Kraft – gerade in schwierigen Zeiten. Kommt einfach vorbei und macht mit.

Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Texte der Lieder werden per Beamer an die Leinwand geworfen, sodass ihr sie leicht verfolgen könnt. Es gibt eine Anleitung durch erfahrene Musiker, die auch die Begleitung spielen. Wer will, darf aber auch gern ein Instrument mitbringen.

In diesem Jahr gibt es neben den beliebten Klassikern wie „Bella Ciao“ oder „Es ist an der Zeit“ einige neue Songs zu singen, sodass ihr auch euer Repertoire erweitern könnt.

Eintritt frei


Und sonst noch…

Planungskonferenz „Musik der Völker“: Zwischen der Kultur von Migranten in Deutschland und den verschiedenen angestammten deutschen Kulturen findet kaum ein Austausch statt – weder im Alltag noch in den Medien. Der Integrationsrat Münster und der KulturVerein Frauenstraße 24 e.V. wollen dies ändern. Dazu planen sie eine Veranstaltungsreihe im Jahr 2018, bei der Migrantengruppen ihre Musik vorstellen und erläutern. Alle, die daran Interesse haben und eventuell mitarbeiten wollen, sind eingeladen zum Planungstreffen am

Samstag, 11.11.2017, 15 – 17 Uhr, Bennohaus, Münster

Das Woody Guthrie Festival Münster wird vom Rosa-Luxemburg-Club Münster in Kooperation mit dem ver.di –Ortverein Münster, dem FolkTreff Münster und der Fraktion Die LINKE im LWL veranstaltet.